Solotheater

von Mark Twain

Was passiert, wenn man einem völlig mittellosen Fremden für 30 Tage eine Banknote in Höhe von einer Million Pfund in die Hand gibt? – fragen sich zwei reiche Londoner Geschäftsleute. Verhungert er, weil niemand den Schein wechseln kann? Wandert er ins Kittchen, weil man einen Betrug vermutet? Oder ins Irrenhaus, weil niemand ihm glaubt, dass er die Banknote geschenkt bekommen hat? Die beiden Geschäftsleute schließen eine Wette ab, und der Amerikaner Henry Adams, der gerade auf abenteuerliche Weise in die britische Metropole gelangt ist und mit leeren Händen auf der Straße steht, kommt wie gerufen. Was wird er ihnen nach 30 Tagen zu erzählen haben?

In seiner kleinen, aber feinen Humoreske "Die Eine-Million-Pfund-Note" lässt Mark Twain seinen überraschten Helden von dem wohl merkwürdigsten, aufregendsten und zugleich glücklichsten Monat seines Lebens erzählen. Ein witziges Vergnügen voller Ironie und Herzlichkeit.

(Solotheater, ca. 35 min.)


Warum dieses Projekt? Weil es witzig ist. Und unerwartet aktuell – siehe Finanzkrise! Stichwort Virtualität. Ja, so abstrakt tickt der menschliche Verstand. Wie weit kommt man mit virtuellem Geld? – hier zum Glück ein Happy End, weil das Geld sich zuletzt in eine leibhaftige Gestalt verwandelt.

Minimaltheater der großen Klasse.

Ohne Requisiten und Kostüme, nur mit den Mitteln des Körpers und der Sprache macht Markus Grimm Theater und verkörpert dabei sämtliche Figuren. Virtuos, wahrhaftig und mit unwiderstehlicher Intensität schlägt er das Publikum in seinen Bann und bringt das Kunststück fertig, eine ganze Welt sichtbar, hörbar, fühlbar – erlebbar zu machen.