Illustration: Christoph Wildenmann

 

Historisches Bühnensolo und Roman

von Markus Grimm

Wir schreiben das Jahr 1268. Eine Ära geht zu Ende: die einst mächtige Dynastie der Stauferkönige muss abdanken. Aber nicht kampflos! Herzog Konrad, genannt Konradin, »kleiner Konrad«, der letzte legitime Staufer, findet für eine Wahl zum römisch-deutschen König keine Gefolgsleute mehr. Aber Sizilien ist altes staufisches Erbland, auf das er nun Anspruch erhebt. Doch Karl I. von Anjou hat sich dort mit päpstlicher Unterstützung zum König gemacht. Also rüstet Konradin zum Krieg und zieht nach Süden. Im Tross seines Heeres, so die Legende, ist ein junger Mann, der dem Staufer zum Verwechseln ähnlich sieht: es ist der Ochsenfurter Schmied Hans Stock. Der Feldzug endet in einem Debakel, und der gerade 16-jährige Konradin wird in Neapel öffentlich enthauptet. Was geschieht nun mit seinen Truppen, die ohne Feldherrn weit im Feindesland stehen? Da ereignet sich ein Wunder: Konradin steht von den Toten auf und stellt sich wieder an die Spitze seiner Leute – wirklich? Nein, es ist Hans Stock, der unerkannt in des Herzogs Rolle schlüpft und sich dabei bestens macht. So gut, dass er diese Rolle vielleicht einfach weiterspielen könnte … Was lockt ihn mehr: die Krone oder der Amboss?

Eine schwungvolle Geschichte zwischen Weltpolitik und Heimatverbundenheit – spannend, informativ, nachdenklich und humorvoll. Erzählt und gespielt von Markus Grimm.

Roman, ArtCon, Sommerhausen, 2016, € 12,-

Geschichte, die unter die Haut geht.

Markus Grimm entstaubt die Historie und holt die Vergangenheit in die Gegenwart. In seiner eindringlichen, lebendigen Darstellung gewinnen Geschichten aus der Geschichte Kontur und Gesicht, und das Publikum spürt, wie heutig die Themen von einst sind. Spielerische Geschichtsvermittlung und Gegenwartsbetrachtung zugleich – informativ, intelligent und berührend. So aktuell kann Geschichte sein.